Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies, und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 

Lesungen

Ausstellungen

Veranstaltungen

Veranstaltungsarchiv

> Veranstaltungsarchiv

 

 

 

 

Natascha Wodin

 
 
 
 
IRGENDWO IN DIESEM DUNKEL

 

Natascha Wodins aktueller Roman über das Leben ihre Vaters ist das "Ö1 Buch des Monats".

Jurybegründung: "Natascha Wodin erzählt noch das Grauenvollste in einem zurückgenommenen, nüchternen Ton, der dem Ungeheuerlichen jedoch angemessen erscheint. Ihr Schreiben erscheint dabei nicht zuletzt als die überzeugende Antwort auf das Schweigen ihres Vaters und einer von schuldhaftem Verdrängen geprägten deutschen Nachkriegsgesellschaft. Das aktuelle Buch ist nichts weniger als der stille, zurückhaltende Triumph einer Autorin über die Traumata ihrer Biografie."

Spät ist Natascha Wodin zur Schriftstellerin geworden. 1945 in Fürth geboren, hat sie erst als Telefonistin und Stenotypistin, dann als Dolmetscherin und literarische Übersetzerin gearbeitet. 1983 erschien ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt". Ihr mittlerweile umfangreiches Werk wurde vielfach prämiert. Im Vorjahr erhielt sie für das Buch "Sie kam aus Mariupol", mit dem Wodin ihrer Mutter ein Denkmal gesetzt hat, den Preis der Leipziger Buchmesse.

Natascha Wodin wollte mit dem Leben, das sie als Kind und Jugendliche gekannt und durchlitten hatte, lange nichts zu tun haben. Kein Wunder: 1945 geboren, wuchs sie in einem Lager für Displaced Persons am Rand einer fränkischen Kleinstadt auf. Ihre Eltern waren als Zwangsarbeiter 1943 aus der Ukraine nach Deutschland verschleppt worden. Die Mutter beging 1956 Selbstmord, mit 36 Jahren. Natascha Wodin war damals zehn Jahre alt, "wollte aus diesem Displaced-Persons-Dasein und eine richtige Deutsche werden". Und von ihrer ganzen Herkunft "überhaupt nichts wissen".

Natascha Wodins gesamtes Werk ist autobiografisch grundiert. Doch ihr Schreiben ändert sich in den Jahren nach ihrem Debütroman. Die ausgedachten und erträumten Passagen treten zunehmend zurück, an ihre Stelle rückt später eine dokumentarische Prosa. In ihrem Bestseller "Sie kam aus Mariupol" hat Wodin die ergreifende Geschichte ihrer Mutter erzählt. 

Anders als das grandiose Mutterbuch, das von erstaunlichen Recherchefunden profitiert, kann Natascha Wodin mit Blick auf den Vater nur von Lücken und von Sprachlosigkeit berichten. Der Mann, den das Leben hart und unnachgiebig gemacht und den seine Tochter wegen seiner Lieblosigkeit gehasst hat, bleibt eine undurchsichtige und unscharf umrissene Figur. Kenntlich wird in dem Buch, das in Anlehnung an Natascha Wodins bereits 1989 erschienenen Roman "Einmal lebt ich" entstanden ist, stattdessen die Tochter des Heimatlosen, mithin die Autorin als junge Frau selbst. Deren erbitterte Konfrontation mit dem Vater erreicht immer extremere Ausmaße.

Dass seine Tochter fast verdurstet, scheint den Mann nicht zu interessieren. Das Mädchen wird wenig später von zu Hause fliehen und fortan die Schule schwänzen. Sie lebt als Landstreicherin, übernachtet in Schuppen, isst, was sie auf den Feldern findet, stielt im Supermarkt oder erbettelt sich Almosen auf der Straße. Die allmähliche Emanzipation vom Vater, auch von dieser erzählt Natascha Wodin, bedeutet zugleich einen stetigen Abstieg, der immer tiefer führt. Eine schier bodenlose Bedürftigkeit und ein ungestillter Liebeshunger machen das Mädchen zur leichten Beute für einen Fremden, der sie brutal vergewaltig. Als sie später feststellt, dass sie schwanger ist, nimmt sie die Abtreibung selbst vor. (Text: ORF/ursula  Hummel-Berger)

Link zu Sendung


Gudrun Seidenauer

 
 
 

WAS WIR EINANDER NICHT ERZÄHLTEN

 

Anders, wild und unerschrocken – so tritt Mella in Maries Leben. Zwei ungleiche Freundinnen, die in der Schule noch am liebsten alles miteinander teilen würden, doch später im Leben erfahren werden, dass dies unmöglich ist – speziell, wenn es um die Liebe geht. Ein wunderbarer Roman über Freundschaft und deren Scheitern an Unsagbarem.

 

Die ungewöhnliche Mella trifft auf Marie, sie werden in der Klasse nebeneinandergesetzt und gleich beste Freundinnen. Von nun an wird Maries kleinkariertes Leben bunt und tief. Zu träumen und zu tun, was man will: Das ist Mellas Zauberformel, mit der sie der immer bedrohlicheren Verrücktheit ihrer Mutter begegnet. Mella erfindet sich ihre Freiheit, liebt ihren Vater, einen Musiker, beflügelt die bravere Freundin und weigert sich, Opfer zu sein.

Für Mella ist das Leben eine Geschichte, die wir selbst erzählen, ein Song, den wir unseren Träumen ablauschen. Im Laufe des Erwachsenwerdens gerät die Freundschaft der beiden, mit Wünschen überfrachtet, in eine gefährliche Schieflage: Begehren, Verrat und das Scheitern an Ungesagtem und Unsagbarem führen zum Zerwürfnis. Auch der Tod wird dabei ein Wörtchen mitreden.

Wird es in einer zufälligen Wiederbegegnung zwanzig Jahre später gelingen, die nicht zu vereinbarenden Wahrheiten der jeweils anderen gelten zu lassen?

 

Link zur Sendung

Bestseller

1.
von Rita Falk
Taschenbuch
16.40
2.
von Andreas Gruber
Taschenbuch
11.30
3.
von Lucinda Riley
Taschenbuch
16.40
4.
von Isabel Allende
Hardcover
24.70
5.
von Jean-Luc Bannalec
Taschenbuch
16.50

Bestsellerlisten


Filiale Haugsdorf
Hauptstraße 5
2054 Haugsdorf
Österreich
T/F: +43 (0) 2944 / 27165
haugsdorf@alex-buch.at
Mo-Fr 9-12 und 15-18 Uhr
Sa 9-12 Uhr

Gerne für Sie da: Mo--Fr. 07:30 - 18:00 Uhr durchgehend geöffnet, Sa. 8:00 - 12:30 Uhr