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Hardcover

Messer

Ein Fall für Harry Hole

von Jo Nesbø
Übersetzt von: Günther Frauenlob
Hardcover
Fester Einband
576 Seiten; 222 mm x 146 mm
2019 Ullstein Hc
ISBN 978-3-550-08173-6
KNV-Titelnr.: 72696850

versand- oder abholbereit in 48 Stunden
24.70 EUR




 
Ebenfalls verfügbar als:

Zusatzinfos
Besprechung
"Weltweit einer der besten Kriminalautoren.", Daily Express

Langtext
Brillant und radikal einzelgängerisch - Harry Hole, der aus Schneemann und Durst bekannte Ermittler, ist zurück in einem wütenden Kampf gegen den Mörder, der ihn seine ganze Karriere verfolgt hat.

Kommissar Harry Hole ist am Boden. Seine Ehe und seine Karriere hat er aufs Spiel gesetzt. Und verloren. Nach einer durchzechten Nacht erwacht er ohne jede Erinnerung. Seine Kleidung ist voller Blut. Und nun beginnt für ihn der wahre Albtraum.

"Weltweit einer der besten Kriminalautoren." Daily Express

Ausgezeichnet mit dem angesehenen norwegischen Riverton-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres 2019.

Verfasser
Biografische Anmerkung zu den Verfassern
Nesbø, Jo
Jo Nesbø, 1960 geboren, ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Er gehört zu den renommiertesten und erfolgreichsten Krimiautoren weltweit. Jo Nesbø lebt in Oslo.

Frauenlob, Günther
Günther Frauenlob studierte Geografie und ist seit 1993 als freier Übersetzer tätig. Er übersetzt erzählende Literatur und Sachbücher aus dem Norwegischen und Dänischen, zu den von ihm ins Deutsche übertragenen Autoren gehören Jo Nesbø, Lars Mytting, Thomas Enger und Arnhild Lauveng. Er ist Mitglied im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, VdÜ, und lebt in Waldkirch.

Leserrezensionen

„Messer“, der beste Thriller aus der Harry-Hole-Serie. 28. Februar 2020
Harry Hole, verheiratet mit Rakel, ist nicht geschaffen für eine dauerhafte Zweierbeziehung, ein hoffnungsloser Fall, dem auch eine Paartherapie nicht helfen könnte; Weil es ihm nicht gelingt und er es auch gar nicht willentlich versucht. Eine Prophezeiung wird für Hole wahr: „Du wirst schon sehen, du wirst ein paar Frauen glücklich machen. Und andere unglücklich.“

Sollte man Alkoholiker, wie Hole einer ist, ernst nehmen? Eigentlich ja, denn Alkoholismus ist eine Krankheit. Dann ist nur noch die Frage zu beantworten, ‚saufen zu Hause oder öffentlich?‘ Hole säuft öffentlich, er ist ein exhibitionistischer Trinker mit masochistischen Zügen. Er will von seiner Umwelt bedauert und gleichzeitig verachtet werden.

Krasser Plot:

Alkoholiker Hole empfindet es bereits als Erfolg, wenn er an einer Bar „vorbeifahren“ kann
Rakel wird ermordet
Svein Finne, genannt der „Verlobte“ vergewaltigt Frauen und zwingt sie unter Morddrohungen das Kind auszutragen. Frauen als Host für Alien Finne.

Also wenn sich Finne, der von Hole „auserwählte“ Mörder seiner Frau bereits im ersten Drittel zu einem Geständnis „überreden“ lässt, muss etwas „faul“ sein, mit anderen Worten, Svein Finne kann nicht der Mörder seiner Frau sein. Für den Leser wirft das wieder die Frage auf, wer hatte welches Motiv und welche Motivation, war es vielleicht doch eine Frau.

„Die Sonne ging langsam auf. Diese Stadt (Oslo) war genau wie manche Frauen. Im richtigen Licht war sie plötzlich unglaublich attraktiv, um im nächsten Augenblick schon wieder so gewöhnlich, ja gerade spröde zu wirken, dass sie in der Mittelmäßigkeit versank“ (Zitat Nesbø, S. 455).

Nesbøs Cleverness als Plot-Konstrukteur ist kaum zu überbieten und das in der 12ten Fortsetzung: Nachdem alle Mordverdächtigen, einer nach dem anderen ausscheiden, bleibt nur noch – wie sollte es anders sein – Harry Hole übrig. Aber ist er der Mörder?

Dieser Mordfall sollte als der Harry-Hole-Fall in die Annalen der norwegischen Kriminalpolizei eingehen. Alle vom Staatsanwalt abwärts klopfen sich auf die Schulter. Endlich haben sie den verhassten und doch erfolgreichsten Ermittler am Hacken, auch wenn er tot? Ist.

Katrin Bratt, Leiterin der Osloer Polizei und erbitterte Konkurrentin des Osloer Kriminalamtes über ihre Situation: „Sie hatte gesehen, wie einige Frauennach der Geburt zu Depotinnen geworden waren, davon überzeugt, dass sie die Sonne und alle Planeten des Himmels nur um Mutter und Kind drehten. Und wie sie ihre Ehemänner plötzlich mit Verachtung begegneten...“ (Zitat Nesbø, S. 473).

„Love Hurts“ von den Everly Brothers “as Tribute for” Bjørn Holm.

Zum Showdown mit genialem Winkelzug passt 5. Mose 32:25 „Die Rache ist mein; ich will vergelten.“

Nochmal Katrin: „Was weiß man eigentlich über die Menschen, mit denen man Tisch und Bett teilt.“ Wie wahr.

HARRY HOLE zum 12ten. Jo Nesbø hat von seiner brillanten Erzähltechnik nichts eingebüßt. „Messer“, der beste Thriller aus der Harry-Hole-Serie.
Scharf wie ein Messer 26. November 2019
Auf dieses Buch war ich natürlich sehr neugierig, da ich bereits die komplette Vorgängerreihe kenne und Harry Hole sehr schätze. Schon öfter dachte man, nun ist er am Ende, aber dieses Mal ist er wirklich ganz unten angelangt. Nichts ist ihm mehr geblieben, nicht einmal seine Erinnerung. Jo Nesbo hat sich hier weit aus dem Fenster gelegt und seiner Romanfigur fast alles angetan, was man als Autor seinem Held antun kann. Und trotzdem funktioniert es. Das Buch ist nicht nur spannend, sondern auch traurig, depressiv und düster, aber auch brillant. Ich habe wirklich mitgelitten und auch das zeigt, dass Jo Nesbo sein Handwerk versteht: Der Leser erlebt den Alptraum mit dem Helden, fühlt sich ganz nah dran und leidet mit.

Fasziniert haben mich die vielen Themen, die angesprochen werden, aber das kennen Leser von Nesbo ja auch schon. Immer wieder spannend, interessant und unterhaltsam.

Harry wird hier so detailreich und sensibel beschrieben, schwankt zwischen Genie und Wahnsinn. Seine Selbstzweifel und seine Alkoholsucht richten ihn fast zugrunde. Und dennoch gibt er nicht auf.

Das Buch ist feinfühlig geschrieben und mit unerwarteten Wendungen - es hat mich bis zur letzten Seite spannend unterhalten und komplett in seinen Bann gezogen. Wer Harry schon kennt und mag, wird auch dieses Buch schätzen. Für mich ein richtiger Höhepunkt innerhalb dieser Reihe und auch sonst.
Ach Harry... 15. November 2019
Harry is back - und ich kann gar nicht begreifen, dass das Buch so lange auf meinem SUB ausharren musste. Schon noch wenigen Seiten war ich wieder "drin".

Es war ja fast absehbar, dass Harry Hole nicht lange im Glücksmodus verbleiben kann. Aber gleich so ein Absturz?
Sein Frau trennt sich von ihm und er darf sich glücklich schätzen, dass er überhaupt noch einen Job hat, auch wenn er nur noch Akten abstauben darf (naja, etwas mehr schon, aber viel wirklich nicht).

Dieser elfte Band widmet sich Harry - wir können tief in seine Abgründe blicken, Alkohlmissbrauch, Verlust der Liebe des Lebens, Schürzenjäger, große Verletzlichkeit. Viele Seiten geht es nur darum - und obwohl das Buch mit fast 600 Seiten wahrlich ein Wälzer ist, habe ich mich keine Minute gelangweilt.

Jo Nesbo führt uns Leser*innen immer wieder in die Irre und hält den Spannungsbogen hoch. Allerdings nicht so hoch, dass ich nächtelang durchlesen musste, inzwischen ist das für mich eher ein Vor- als ein Nachteil.
Sozusagen ein spannender Thriller für alle, die früh aufstehen müssen - also ein Gütesiegel.
Durch die Fokusierung auf die Figur Harrys konnte ich mich richtig in Harry Hole hineinversetzen, obwohl er kein sympathischer Sunnyboy-Held ist.

Lediglich die Auflösung des Mordfalls fand ich dann doch etwas konstruiert, von den vorhergehenden Beschreibungen des Täters bzw. der Täterin ist es nicht wirklich plausibel. Aber auch nicht völlig ausgeschlossen, so dass der Punkt mir keinen Stern Abzug wert ist, da es ein Thriller völlig nach meinem Geschmack war.

Ich bin schon gespannt, wohin es Harry im nächsten Band verschlägt, die Schlusssätze sind schon mal vielversprechend.




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